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| Allein |
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R: Thomas Durchschlag, BRD 2005
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| mit Lavinia Wilson (Maria), Maximilian Brückner (Jan), Richy Müller (Wolfgang), Victoria Mayer (Sarah)
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Sehr behutsam und eindringlich erzählt Thomas Durchschlag in seinem
Spielfilmdebüt die Geschichte der jungen Studentin Maria. Sie haßt es,
Allein zu sein und sucht ihre innere Leere mit Drogen, flüchtigen Affären
und mit selbst zugefügten Schmerzen zu vergessen. Die Stärke des Films
besteht in der gegensätzlichen Inszenierung von Oberflächlichkeit und der
emotionalen Abgründigkeit seiner Hauptfigur, für die Psychiater den
Begriff „Borderline-Syndrom“ parat haben. Mit einer beeindruckenden
schauspielerischen Präsenz wandelt Lavina Wilson in der Rolle von Maria
zwischen diesen beiden Extremen. Von einer Sekunde zur anderen wechselt
ihre Mimik von einer unbeschwerten jugendlichen Leichtigkeit zu einer
maskenhaften Starre, Geborgenheit schlägt hier abrupt in Misstrauen,
Freundlichkeit in blinde Wut um. Für diese schauspielerische tour de force
wurde Wilson zu recht auf den letzten Hofer Filmtagen ausgezeichnet. Die
Musik von Maciej Sledziecki, die manchmal an die melancholischen
Kompositionen von Eric Satie erinnert, ist in ihren dissonanten Klangfarben
das Spiegelbild einer Seele, die aus der Balance geraten ist.
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