Andrej Rubljow   I back I
     
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Andrej Tarkowski, UdSSR 1969  
mit Anatoli Solonizyn, Iwan Lapikow, Nikolai Grinko  

 

 
Gesellschaftlich unausgereift  
Andrej Tarkowski schildert in seinem Monumentalwerk den Lebensweg des legendären Ikonenmalers Andrej Rubljow (etwa 1360 - 1430) in acht Kapiteln. Rubljow Anatoli Solonizyn, an humanistisch- aufklärerischen Ideen orientiert, wird Zeuge der menschenverachtenden Macht- und Kriegspolitik seiner Auftraggeber; Verantwortungsbewußtsein, Schuldgefühle und Selbstzweifel stürzen ihn in eine schöpferische Krise, bilden zugleich jedoch die Triebfeder für eine jahrelange Auseinandersetzung mit der problematischen Position des Künstlers innerhalb einer unausgereiften Gesellschaft und angesichts menschenverachtender Politik.
Der facettenreiche Film, dessen Bilder zugleich von realistischer Schärfe und poetischer Vielschichtigkeit sind, verweigert sich einer voreiligen Ideologisierung, meditiert vielmehr differenziert über die Zusammenhänge von Kreativität und Spiritualität - was dem Regisseur das Mißfallen der sowjetischen Behörden einhandelte, die den Film als "künstlerisch unausgereift" bis Ende 1971 zurückhielten.
 
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