Dogville   I back I
     
   
R: Lars von Trier, DK/S/GB/F/D/NL 2003

 
mit Nicole Kidman (Grace), Harriet Andersson (Gloria), Lauren Bacall (Ma Ginger), Jean-Marc Barr (Der Mann mit dem großen Hut), Paul Bettany (Tom Edison Jr.), Blair Brown (Mrs. Henson), James Caan (Big Man), Patricia Clarkson (Vera), Jeremy Davies (Bill Henson), Ben Gazarra (Jack McKay)  

 
 
Dogma-"Miterfinder" Lars von Trier hat nichts von seiner Experimentierfreudigkeit eingebüßt. In den bisher realisierten zwei Teilen seiner USA-Trilogie glauben wir uns ins Theater versetzt. Filmtypische Kulissen fehlen fast völlig, so sind z. B. Häuser und Bäume lediglich mit Kreidestrichen auf den Boden skizziert. Hinzu kommt eine Erzählerstimme, die nicht nur die Handlung erläutert, sondern auch Gefühle und Motivationen erklärt und so Darstellung ersetzt. Eigentlich die besten Voraussetzungen, um zum Geschehen da vorn auf der Leinwand in behaglicher Distanz zu bleiben. Aber die besten Bilder entstehen doch im Kopf der Zuschauer und so nehmen uns die Geschichten mit. Spannend und bei unseren Erfahrungen ansetzend. Schonungslos gespielt von Nicole Kidman als Grace. Sie ist auf der Flucht und wird zunächst von den Bewohnern von Dogville freundlich aufgenommen. Doch diese erwarten erst und verlangen dann Gegenleistungen. Es ist doch so angenehm, einen Sklaven zu haben, der noch unter einem selbst steht. Erschreckend ist nicht nur diese Haltung, beängstigend ist die Entwicklung dahin.  
    I back I
     
     
http://www.dogville.de/