Emmas Glück   I back I
     
   
R: Sven Taddicken, Deutschland 2006

 
mit Jürgen Vogel, Jördis Triebel, Martin Feifel  

 
 
Jördis Triebel verkörpert die Schweinezüchterin in "Emmas Glück" so intensiv, glaubwürdig und liebenswert, dass sie den Film im Grunde allein trägt. Sie spielt Jürgen Vogel (der immerhin in New York gerade den Robert De Niro-Award für seine Leistung in "Der freie Wille" verliehen bekam) nur deshalb nicht an die Wand, weil dieser als geschickter Profi weiß, wann er die zweite Geige spielt und sich entsprechend zurücknehmen muss. Emma ist aber auch eine grandiose Figur, wie man sie am ehesten noch aus dem Märchen kennt. Der junge Regisseur Sven Taddicken traut sich hier etwas, wenn er Witz und Tragik, Sex und Tod, "Max im Glück" und "Max im Krebsbefund" so aufeinander prallen lässt. Ein falscher Ton, eine sentimentale Entgeleisung oder ein Witz, der nicht zündet, hätten genügt, und der Film wäre misslungen. Aber Taddicken hält immer die Balance und überrascht das Publikum ständig ohne es zu verschrecken. Seine Glücksmomente schöpft der Film aus dem Spiel von Jördis Triebel, die sich so hemmungslos und uneitel auf diese merkwürdige Figur einlässt, dass wir ihr bald alles glauben und wünschen - vor allem noch viele ähnlich schöne Rollen.  
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