Geh und lebe
  I back I
     
   
R: Radu Mihaileanu, Frk/Israel/Bra/I 2005

 
mit Yaël Abecassis, Roschdy Zem, Moshe Agazai, Moshe Abebe, Sirak M. Sabahat  

 

 
Mitte der 80er Jahre wird Äthiopien von einer schrecklichen Hungerkatastrophe heimgesucht. Unzählige Menschen sterben an den Folgen ihrer Unterernährung. Um ihren Sohn davor zu bewahren, gibt eine äthiopische Christin ihn als Juden aus und weist ihn von sich: “Geh, Geh und Lebe“. In der „Operation Moses“, einer Hilfsaktion Israels, werden jüdische Flüchtlinge nach Jerusalem gerettet. So findet sich der Junge im Heiligen Land wieder und hört fortan auf den Namen Schlomo. Er ist in Freiheit und doch gefangen im Gespinst seiner eigenen Lebenslüge. Bemüht seine neue Identität anzunehmen und seine Wurzeln zu leugnen, wenn auch nie zu vergessen, wächst er bei einer Adoptivfamilie in Tel-Aviv auf. Er fügt sich in die westliche Kultur sowie das Judentum ein, erfährt Hass in Form von Rassismus und Krieg und lernt die Liebe ohne Vorurteile kennen. Der innere Konflikt und die Angst entdeckt zu werden, bleiben seine ewigen Begleiter.
So deutlich hatte noch kein Film auf der Berlinale den Panorama-Publikumspreis gewonnen wie 2005 dieser Neue von Radu Mihaileanu ("Zug des Lebens"). Die Geschichte traf mitten ins Herz der Zuschauer.
 
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