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| Glück
im Hinterhaus |
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I back I |
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R: Herrmann Zschoche, DDR 1979
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| mit Dieter Mann, Jutta Wachowiak, Ute Lobusch,u.a. |
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| Der Bibliothekar Karl Erp, so um die
40, verliebt sich in seine junge Praktikantin. Ihre frische Art
überrascht den Vater zweier Kinder, auf dessen Ehe-Beziehung schon
der Staub liegt. Karl will zu seinen Gefühlen stehen und zieht zu
seinem Glück ins Hinterhaus. Was zunächst als typische
Midlife-Crisis beginnt, bekommt
in der DDR eine grundsätzliche Bedeutung, denn „rein
privates“ gab es nicht. Die stets vorsichtigen Filmkritiker
lobten den Mut zum Gegeneinandersetzen von Karls schönem Leben in
der fertig eingerichteten Neubauwohnung und seinem „Absturz ins
Grau des Alltags im Hinterhof“. Sie lobten den Film
schließlich auch für Karls Entscheidung für die
„Platte“ - als Errungenschaft der sozialistischen
Gesellschaft. Ihnen fehlte der Mut, die in dem Film angelegte
grundsätzliche Infragestellung zu sehen: Willst Du so leben? Karl
war nicht nur privat, sondern auch in seiner geliebten Arbeit kraftlos.
Kaum vorstellbar, dass jemand seine Geliebte wieder verlässt, weil
er in ihrer Wohnung heizen muß oder nicht baden kann. So schlicht
hatten weder Günther de Bryun noch gar Drehbuchautor Ulrich
Plenzdorf diese Figur angelegt. Seine neue Liebe forderte nun jedoch
das ehrliche und damit auch kämpferische Leben ein, das Karl schon
zu den Akten gelegt hatte. Zugewinn von Freiheit und
schöpferischer Entfaltung bedeutet natürlich auch Verzicht
auf gesicherte Karriere und Bedienung daheim am schon gedeckten Tisch.
Den Mut dazu brachte Karl nicht auf und wird so Sinnbild der
Gesellschaft, die wie er lethargisch ihrem Ende entgegendämmert.
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I back I |
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