Golden Door
  I back I
     
   
R: Emanuele Crialese, Italien/Frk./BRD 2006

 
mit Aurora Quattrocchi, Charlotte Gainsbourg, Filippo Pucillo, Francesco Casisa, Vincenzo Amato  

 

 
Die Verheißung Amerika: In den 100 Jahren zwischen 1876 und 1976 wanderten allein 26 Millionen Italiener nach Amerika aus. Die mühevolle und wochenlange Anreise auf dem Seeweg war beschwerlich. Eine ungefähre Ahnung davon gibt der italienische Regisseur Emanuele Crialese (»Lampedusa«) in seinem vierten Spielfilm, der von einer sizilianischen Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzählt. Sie fasst den Entschluss, Italien zu verlassen und ins gelobte Land aufzubrechen.
Familienvater Salvatore verkauft seine Tiere und bricht mit beiden Söhnen und seiner Mutter auf. An Bord des hoffnungslos überfüllten Dampfers findet die Familie ein Plätzchen unter Deck im Massenschlafsaal mit unzähligen Etagenbetten und bescheidenen Lichtverhältnissen. Wohlhabend und geheimnisvoll erscheint ihnen die englische Dame Lucy (Charlotte Gainsbourg), die mit blassem Teint, feiner Tracht und blauem Hut die Reeling entlang schwebt und dem schüchternen Salvatore und seinen Söhnen schöne Augen macht. In der Neuen Welt angekommen, müssen die Neuankömmlinge Tests und medizinischen Untersuchungen bestehen, um die „golden door“, die Tür in die Freiheit passieren zu dürfen.
»Golden Door« wurde bei den Filmfestspielen in Venedig 2006 mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet.
 
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