Die Geschichte vom weinenden Kamel   I back I
     
   
R: Byambasuren Davaa und Luigi Falorni, BRD 2003

 
mit Janchiv Ayurzana (Janchiv), Chimed Ohin (Chimed), Amgaabazar Gonson (Amgaa), Zeveljamz Nyam (Zevel), Ikhbayar Amgaabazar (Ikchee), Odgerel Ayusch (Odgoo), Enkhbulgan Ikhbayar (Dude), Uuganbaatar Ikhbayar (Ugna), Guntbaatar Ikhbayar (Guntee), Munkhbayar Lhagvaa (Munkbayar, Violine-Lehrer)  

 
 
Es beginnt wie ein Märchen. Vier Generationen mongolischer Nomaden unter drei Jurtendächern. Mit ihnen fiebert bald auch der Zuschauer bei den Geburten in der Herde und so mancher Schwierigkeit mit. Man erlebt alltägliches wie das auf eine Schöpfkelle reduzierte Duschbad des kleinen Ugna und wenn ein Sandsturm über die Ebene fegt und Geräusche wie von einer Brandung erzeugt. Wüstenabende sind lang, aber der Urgroßvater hat eine Menge Geschichten auf Lager. Auch die Geschichte vom weinenden Kamel. Ihr zugrunde liegt ein Ritual, das die Hirtennomaden immer dann anwandten, wenn eine Kamelmutter ihr Neugeborenes verstieß. Weil das den sicheren Tod des Kameljungen bedeutet hätte, spielten die Hirten dem Muttertier musikalische Klänge vor. Auf dass diese ihr Herz erweichen und sie das Fohlen wieder annehmen möge.  
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