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| Der Kaufmann von Venedig |
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R: Michael Radford, USA, Italien, Luxemburg, GB, 2004
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| mit Al Pacino (Shylock), Jeremy Irons (Antonio), Joseph Fiennes (Bassanio), Lynn Collins (Portia), Zuleikha Robinson (Jessica), Kris Marshall (Gratiano), Charlie Cox (Lorenzo), Mackenzie Crook (Launcelot Gobbo), Heather Goldenhersh (Nerissa), John Sessions (Salerio)
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Mit "Der Kaufmann von Venedig" wurde nun eine Shakespeare-
Komödie adaptiert, die Filmproduzenten bislang geflissentlich
übersehen hatten. Es geht es um Liebe, Rache und Gier, alles
Elemente, aus denen große Tragödien gestrickt sind. Das Problem
ist jedoch die Figur des reichen Shylock, der in der Originalvorlage
schon allein optisch wie die böse Karikatur eines geldgierigen und
gewissenlosen Juden dargestellt wird. Vielen Filmemachern war
dieses Eisen bisher für das Kino zu heiß. Der in Indien geborene
Schotte Michael Radford wagte sich trotzdem an eine
Interpretation. Und er schafft es tatsächlich, dank eines großartigen
Al Pacino, den grimmigen Shylock von einer bösen Karikatur in
einen emotionalen Mann zu verwandeln. Topbesetzt, aufwendig
kostümiert und teilweise an Originalschauplätzen vor fantastischen
Kulissen gedreht, ist dies die großartige Verfilmung eines
umstrittenen Klassikers.
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