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Der Psychologe Kris Kelvin Donatas Banionis
wird zum Planeten Solaris geschickt, um unerklärlichen Vorkommnissen
auf der dortigen Forschungsstation nachzuspüren. Die Konfrontation
mit einer absolut fremden Lebensform wird für die Besatzung des
Raumschiffs zur metaphysischen Reise in die Innenwelt ihrer eigenen
Kultur. Hier gilt es keine feindliche Heerscharen zu unterwerfen,
keine abartigen Fantasiewesen zu jagen oder gar die alte gute Erde
vor der Zerstörung zu bewahren. Der SF-Roman von Stanislaw
Lem erzählt eine philosophische Fabel. Kelvin sieht sich
einer Situation gegenüber, die sehr viel gefährlicher
ist und zugleich interessanter scheint, als herkömliche Weltraumabenteuer.
Der gesamte Planet stellt sich als Organismus dar. Er spiegelt als
kollektives Bewußtsein die Erinnerungen, Ängste und Wünsche der
Raumfahrer wieder. Sozusagen als Reise ins Ich, nicht ganz unähnlich
der Geschichte von Tarkowskis Stalker.
Es geht um die abendländischen Ideen von Tod, Liebe und Auferstehung.
Solaris ist angesichts seiner Entstehungszeit brillant inszeniert,
äußerst reich und vielschichtig. Er steht gleichberechtigt in Form
und Inhalt neben Stanley Kubricks 2001
Odyssee im Weltraum.
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